Island Rückblick Teil 2

Island:

Ein beeindruckendes Land. Es ist ungefähr so groß wie Irland und Wales zusamen, hat aber mit nur 300.000 Bewohnern eine sehr niedrige Bevölkerung (Vergleich, Wales und Irland haben zusammen fast 10 Millionen Einwohner) und ist damit das bevölkerungsarmste Land Europas. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in Reykjavik, der Hauptstadt Islands. Der Rest wohnt größtenteils entlang der Südküste, nur ganz vereinzelnd finden sich Bauernhöfe und Wohnhäuser in weiter nördlichen Regionen. Die Amtssprache ist Isländisch und die Währung sind isländische Kronen. IsländerInnen sind sehr stolz auf ihr Land und wissen natürlich auch, wie besonders diese auf Vulkanstein gebaute Insel ist. Da die Insel auf zwei Kontinentalplatten (der amerikanischen und der eurasischen) liegt, ist die Erde dort sehr aktiv und durchschnittlich alle 5 Jahre gibt es dort einen Vulkanausbruch. Einer der letzten Ausbrüche, der, des Vulkan Eyjafjallajökull im Jahr 2010  ist sicher bei vielen noch in guter (oder eben nicht, wegen verpassten Flügen, etc.) Erinnerung geblieben. Was Island noch so besonders macht, sind zum einen der starke Glaube an alte übertragene Geschichten und Sagen, sowie Trolle und Elfen, die sich in bestimmten Gebieten angesiedelt haben sollen und für zum Teil sogar eigene kleine Häuser aufgebaut werden. Es gibt viele Lieder und Bücher über die Isländischen Sagen und die Einheimischen kennen die meisten davon. Was für ein riesiges Glück ich mit Gunnar als Guide hatte, der als echter Isländer sein Land liebt, all die Geschichten kennt und sie gerne mit anderen Menschen teilt. So kam es, dass er zu jedem Ort, zu jedem Vulkan, Wasserfall oder Gletscher eine Sagengeschichte kannte und ich nur zuzuhören und staunen brauchte.

Obwohl Island zu Europa gehört und nur 3 1/2 Flugstunden von Hamburg entfernt ist, wirkt es für mich schon immer so sehr exotisch und wie eine andere Welt.

Nachdem ich die ersten Tage im Westen des Landes, in der Umgebung der Snaefells-Halbinsel verbracht habe, sind wir am dritten Tag nach Reykjavik gefahren, da Gunnar wieder arbeiten musste. Wie fast alle Isländer lebt auch er in der Hauptstadt des Landes. Während er in den nächsten zwei Tagen gearbeitet hat, habe ich mir die kleine Fischerstadt genauer angeguckt und bin durch die unzähligen skandinavischen Einrichtungsgeschäfte und Cafes geschlendert, bis am zweiten Reykjavik-Tag unsere vier Freunde aus Irland dazu kamen. Nach einem schönen Wiedersehen haben wir gleich mit der Planung für die nächsten Tage angefangen und uns für den folgenden Tag ein Auto gemietet.

 

Reykjavik Hafen

Reykjavik Hafen

 

Reykjavik von der Perlan

Reykjavik von der Perlan

 

In den Straßen Reykjaviks mit Blick aufs Wasser

In den Straßen Reykjaviks mit Blick aufs Wasser

 

"Lucky Leif" vor der Kirche

“Lucky Leif” vor der Kirche

 

Am nächsten morgen ging es also sehr früh los und wir starteten einen 14! Stunden Roadtrip entlang der Südküste. Eine kleine “Neuseeland-Kiwi-Reuninon”, nur eben dieses mal im Auto und nicht im Bus. Die ersten Stops legten wir an Wasserfällen ein, wobei jeder (wie üblich in Island ;)) besonders war. Der eine war der höchste Wasserfall im Land, der nächste war der, durch den das meiste Wasser fließt, oder der, der am meisten Power hat. Alle waren wunderschön und besonders. ich fand aber warscheinlich den Wasserfall am beeindruckensten, hinter dem wir durchgehen konnten.

der 1. Stopp am Wasserfall

der 1. Stopp am Wasserfall

 

hinter dem Wasserfall

hinter dem Wasserfall

 

meilenweiter, schwarzer Sandstrand

meilenweiter, schwarzer Sandstrand

 

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einzigartig :)

 

Mittagspause über dem Dorf Vik

Mittagspause über dem Dorf Vik

 

noch ein Wasserfall weil sie einfach so beeindruckend und schön sind!

noch ein Wasserfall weil sie einfach so beeindruckend und schön sind!

 

todesmutig bin ich auf den Steinbogen über dem Meer geklettert :)

todesmutig bin ich auf den Steinbogen über dem Meer geklettert :)

 

Und auch bei dieser Tour mussten wir auf das Highlight bis zum Schluss warten, die Gletscherlagune … Es wurde schon langsam spät und wir waren uns gar nicht sicher, ob wir es noch dorthin schaffen würden. Aber, wir haben es geschafft und ich war überglücklich. Als ich die ersten Eisschollen sah, konnte das Auto gar nicht schnell genug anhalten. Noch bevor es stand war ich abgeschnallt und mit meiner Kamera im Anschlag auf dem Weg zur Lagune. Dabei habe ich vollkommen vergessen mir wieder eine Jacke anzuziehen oder auf die anderen zu warten… ich war einfach so aufgeregt…. kennt ihr das?! Dieser Ort, wo der Gletscher herunter in die Lagune kommt, in der dann die Eisschollen treiben sieht einfach unwirklich aus. Guckt es euch am besten selber an.

 

Die Gletscherlagune

Die Gletscherlagune

 

unwirklich schön

unwirklich schön

 

Eisschollen

Eisschollen

 

die ganze Crew - mit Gunnar, Karen, mir, Kathy, Tanya und Natascha

die ganze Crew – mit Gunnar, Karen, mir, Kathy, Tanya und Natascha

 

 

Fortsetzung folgt

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